Hitze – das eigentliche Hindernis
Schweiß, Staub, flimmernde Luft: Bei 30 Grad hat das Pferd nicht nur eine Schweißdrüse, die überläuft, sondern ein ganzes System, das aus dem Takt gerät. Hier geht’s nicht um ein bisschen Schwitzen, hier geht’s um das Risiko einer Hitzekollaps- oder sogar einer Schlammsackung.
Warum das Pferd sofort langsamer werden muss
Der Puls schießt hoch, das Herz arbeitet wie ein Presslufthammer. Wenn du das Tier weiter beschleunigst, spielst du das falsche Spiel. Der Körper versucht, die Wärme über die Haut abzugeben, doch bei 30 Grad ist das kaum möglich. Das Ergebnis: Überschlagener Kreislauf.
Praktische Sofortmaßnahmen
Stop. Schattensuche. Gieße kaltes Wasser in den Nacken, nicht in den Bauch. Das kühle die Gefäße, lässt das Herz ruhen. Und: Nie vergessen, das Pferd vorher zu trainieren, damit es lernt, bei hohen Temperaturen das Tempo zu drosseln.
Richtige Ausrüstung
Leichte Sattelpolster, atmungsaktive Decken. Und die Sattelgröße? Immer prüfen – ein zu enger Sattel erhöht den Druck im Rücken und hindert die Verdunstung. Einfach: Wenn du das Pferd nicht mehr spüren kannst, ist es zu eng.
Wasserbedarf
Ein Schluck ist kein Schluck. Mindestens 10 Liter pro Tag, idealerweise in mehreren kleinen Portionen. Und das nicht erst nach dem Ritt, sondern während. Das Pferd muss die Flüssigkeit aufnehmen, bevor es dehydriert.
Der eigentliche Knackpunkt: Das Timing
Beginne den Ritt erst, wenn die Sonne nicht mehr brennt. Frühmorgens, nachmittags nach 16 Uhr. Wenn du die Hitze ignorierst, spielst du mit dem Leben deines Pferdes. Und hier kommt das Fazit: Halte das Tempo niedrig, halte das Pferd kühl, und lass die Hitze das Training bestimmen, nicht umgekehrt.
Mehr Details, warum du das Pferd bei 30 Grad nicht überfordern solltest, findest du hier: https://wetterpferd.com/articles/pferd-bei-30-grad-reiten/



















